Mathematik wird in der Schule häufig als ein kalkülorientiertes und wirklichkeitsfernes Fach erlebt, das in der täglich erlebten Welt der Schülerinnen und Schüler – außer vielleicht bei einfachen Rechnungen im Supermarkt – nicht vorkommt. Dabei steckt Mathematik in allen uns umgebenden technischen Geräten, seien sie nun traditioneller Art, wie Fahrrad, Bagger, Hebebühne, Motor oder Scheibenwischer, oder seien sie den Neuen Technologien zuzurechnen, wie Handy, GPS oder CD-Spieler. Darüber hinaus hilft uns die Mathematik Naturphänomene zu verstehen: die Entstehung eines Regenbogens, die faszinierenden Formen von Seifenhäuten oder die Anordnung der Blätter verschiedener Pflanzen. Auch in Vorgängen wie Wahlen, U-Bahnfahrten, Rundreisen oder Bewegungen an der Börse liegt Mathematik zugrunde. In dem hier vorgestellten Projekt sollen Schülerinnen und Schüler durch einen selbsttätigen aktiv-experimentellen Umgang mit gegenständlichen und virtuellen Modellen einen Zugang zu den mathematischen Grundlagen verschiedener Phänomene aus Natur, Kultur und Technik bekommen. Das MATHEMATIK-Labor ist ein Lernlabor, in dem Schülerinnen und Schüler mathematische Kenntnisse aus dem Mittelstufenunterricht anwenden können, um einen Wirklichkeitsausschnitt zu durchdringen, und in dem sie in der Auseinandersetzung mit den Phänomenen neue inner- und außermathematische Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben.